004 Gegriffene Töne

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Gegriffene Töne

Auf der Gitarre entspricht ein Bund einem Halbton, zwei Bünde einem Ganzton. Manche Töne sind einen Halbton voneinander entfernt (z.B. e und f), andere wiederum einen Ganzton (z.B. f und g)

Mit diesen wenigen Tönen können wir schon einfache Melodien auf der E-Saite spielen:

Beim Abwärtsspielen achten wir darauf, dass der Zeigefinger beim Greifen mit dem Ring-finger gleichzeitig mit aufgelegt wird (wie in Ex. 004). Das nennt man „Vorbereiten“.

Beim Aufwärtsspielen achten wir darauf, dass der Zeigefinger beim Greifen mit dem Ringfinger nicht abgehoben wird (wie in Ex. 005). Das nennt man „Liegen lassen“.

Generell sollte man die Finger beim Spielen so nahe wie möglich am Griffbrett halten. Je weiter wir die Finger der Greifhand vom Griffbrett entfernen, umso schwieriger wird das Treffen der richtigen Töne!
Im Optimalfall schwebt der entsprechende Finger schon über der zu greifenden Note, so dass nur noch eine kleine Bewegung nötig ist, um den Ton letztendlich richtig zu treffen.

Wir erweitern nun unseren tonalen Raum:
Hier tauchen nun erstmals Zahlen im Notenbild auf. Im Gegensatz zur Tabulatur, wo die Ziffern den zu greifenden Bund definieren, bedeuten sie hier etwas anderes. Durch die Bezifferung der Noten wird der zu benutzende Finger der Greifhand festgelegt. Es bedeuten:

0 – leere Saite, kein Finger greift
1 – Zeigefinger
2 – Mittelfinger
3 – Ringfinger
4 – kleiner Finger

Für einfache Melodien gilt zunächst immer folgende Regel:

1. Bund – 1. Finger (Zeigefinger)
2. Bund – 2. Finger (Mittelfinger)
3. Bund – 3. Finger (Ringfinger)

Den 4. Finger (kleiner Finger) benutzen wir zunächst noch nicht.

Auch diese Töne können wir wieder zu einfachen Melodien verarbeiten: